40 Jahre  ™Gigabuch-Bibliothek

Neues Bilderbuch
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Unser Liebblingsblog

 

Bloggerin

Bernadette Maria Kaufmann

Handbuch 1

Datei

Karin Mettke-Schröder, Petra Mettke/Die Gigabuch-Konzeption/Handbuch 1/2000

 

 

 

Karin Mettke-Schröder

 

Die Gigabuch-Konzeption

Literarisierungstechnik

von Fernsehserien

 

Am Beispiel der TV-Serie Mission Erde

2000

148 Seiten

 

Werksgeschichte

Mit der Umstellung auf den PC begann der Prozess, sich vorzustellen, wie es wäre, einen vorhandenen Großstoff von 10.500 Seiten als ein Buch zu produzieren. Im Zeitalter der Diskette, ein irrwitziger Gedankengang. Aber dabei blieb es nicht. Als es sich abzeichnete, welches Potenzial in den neuen Medien steckte, machten wir uns Gedanken über unser Gigabuch. Wir kamen auf die Idee, das Handicap Papier zu umschiffen und so etwas wie ein eBook zu entwickeln, welches den Leser mit gewohnter Lesequalität einen neuen Lesekomfort bietet. Dazu erarbeiteten wir eine spezielle Literarisierungstechnik, die die Vorteile der technischen Entwicklung nutzte.

Die Arbeit, Träume in Text zu verwandeln, regte die Idee an, wie es wäre, die Lieblingsserie im Fernsehen in einen Text zurückzuverwandeln. Es liefe theoretisch auf die Entstehung eines Gigabuches hinaus, was unser Interesse weckte. Das motivierte uns darüber nachzudenken, ob es möglich wäre und Sinn machen würde. Wir suchten uns eine Serie, zeichneten sie weitestgehend auf und führten das Exempel an einer Folge aus. Das Ergebnis sprach für sich und wurde zum Handbuch von uns zusammengefasst.

gebundenes Druckskript

Inhaltsangabe

Anleitung

Beispieltext

Charakterisierungskatalog

Durchführungsweg

Einfügungstextkatalog

Filmanalyse

Gesamtkatalog

Handbuchglossar

Interpretationshilfe

Justierung

Kataloge

Leerstellenkonzept

Management

Nacherzählung

Olympischer Erzähler

Probetext

Qualifikationstext

Redaktionsschluss

Stichwortverzeichnis

Theoriesammlung

Umwandlungstext

Verkettung

Wandeldatei

X-Aktentabelle

Leseprobe aus dem Handbuch 1


Anleitung

 

Erfassung der Stoffmenge

 

Eine TV-Serie gliedert sich in Folgen und Produktionsstaffeln. Die Proportion zwischen der Menge des Stoffes und der Gliederungsstruktur entspricht dem Verständnis eines Zuschauers (nicht eines Lesers!), der durch die Wahrnehmung des Filmes gleichzeitig große Mengen an analogen Informationen aufnimmt.

Vom Stoff her betrachtet ist eine Serie ein Makrokosmos an Inhalt mit einem eigenen virtuellen Identitätsweltbild. Da Serien erzählerisch gesehen eine unüberschaubare Stoffmenge umfassen, wird eine numerische Erfassungsstruktur für den Text notwendig, die geeignet ist, jede inhaltliche Größenordnung zu organisieren. Die Gliederung zielt auf ein Erfassungsraster ab, das heißt, die Ordnungsparameter müssen bis in die Satzgruppen erfolgen, will man einen Film in eine Textform transformieren.

Weil eine Serie mit dem inhaltlichen Stoffkomplex einer Folge in Erscheinung tritt, bleibt der Stoffkomplex einer Folge ein organisatorisches Richtmaß. Die Neubearbeitung des Inhalts zwecks Erstellung eines Gigabuches orientiert sich dann nicht mehr am Komplex einer Folge, sondern über- oder unterschreitet sie, um die Gesamtheit des Stoffes mit einer vertiefenden Theorie zu verketten.