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Bernadette Maria Kaufmann

bernadettesbuchwelten

Gigabuch Forschung

Inhaltskatalog: Nachlass

Magisterarbeit

Titel: "'Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern' - Joseph Goebbels als Romanautor. Beiträge zu einer Interpretation".

Das Thema der Magisterarbeit widmete ich der Frage inwieweit ein bisher nicht aufgearbeitetes literarisches Werk als Quelle für eine historische, gesellschaftliche, ideologische oder politische Aufarbeitung herangezogen werden kann. 1929 erschien im Naziverlag Eher Joseph Goebbels Tagebuchroman Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern, er diente als Quellenmaterial.

   Fakten, so entsteht geradezu der Eindruck, scheinen bei der Beschäftigung mit der historischen Person des Joseph Goebbels' aus der fiktiven Figur des Michael entnommen worden zu sein, um sie für Wertungen heranzuziehen, dessen Hauptfigur und Ich-Erzähler zwar selbstidentifikative Züge des Autors trägt und deshalb nicht als Quelle hinterfragt wurde.

     Die Quelle nun, der Roman an sich, wurde aber noch nicht bearbeitet. Im Michael zeichnet sich -scheinbar in der Vorzeitigkeit- die politische Entwicklung des arbeitslosen Akademikers ab. Der Roman stellt jedoch lediglich einen Wendepunkt vom "berufenen" Dichter zum "berufenen" Politiker dar.

Dissertationsschriften

Titel: "'Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern' - Joseph Goebbels als Romanautor. Beiträge zu einer Interpretation". Der dichterische Nachlass von Joseph Goebbels, 1912-1928.

Weiterhin spricht hierfür die Tatsache, dass dieser Nachlass, der durchaus Entwicklungstendenzen aufweist, bereits vom Urheber als abgeschlossen behandelt wurde. Dann würde die Entscheidung zum Politiker und die Abkehr vom Dichter eine bewusste, fundamentale Lebensentscheidung sein.

   Folglich wäre die Veröffentlichung des Tagebuchromans Michael nicht nur ein letzter Versuch, sondern gleichzeitig ein gewollter Schlusspunkt dieser Lebensphase, die er mit der Neuen unvereinbar hielt und das Ende seiner dichterischen Karriere. Für mich ist der Roman Michael der Endpunkt meines Forschungsfeldes, weil sein Charakter das gescheiterte, literarische Experiment Joseph Goebbels darstellt, welches den Wunsch seines Autors ausdrückt, durch einen Bekenntnisroman zu »einer Generation« dazuzugehören.

  Mögliche Erkenntnisse machen das Phänomen seines Werdeganges verständlicher und geben Anhaltspunkte dafür, inwieweit Kindheit und Jugend Joseph Goebbels Wurzeln sind.

Transkriptionen

Originalhandschriften von Joseph Goebbels als Quellenbände

Das Ziel einer germanistischen Aufarbeitung sollte es aber nicht sein, die Bewertung dichterischer Fähigkeiten in den Vordergrund zu stellen, schon weil es sich ausnahmslos um nie veröffentlichte Werke und Handschriften handelt, einige sogar als Erstniederschrift, ohne dass der Autor die Chance gehabt hätte, sie seinem künstlerischen Empfinden gemäß weiter zu entwickeln. Hier ist nur eine Auswertung der dichterischen Potentiale möglich, nicht aber eine spekulative Bewertung, um die Interpretationslücke in der Betrachtung der Gesamtpersönlichkeit Joseph Goebbels zu schließen.

Karin Schröder/™Gigabuch Forschung/Transkriptionband 2/1996

 

 

Weder die beiden Sammelbände noch die 31teilige Heftedition über den literarischen Nachlass sind frei zugänglich und bedürfen der Genehmigung des wissenschaftlichen Arbeitens. Daher kann dieses Gigabuch im Ganzen nicht veröffentlicht werden.

Feature

Grundlage für das Feature zur Dissertation Goebbels über Goethe war der 1922 öffentlich gehaltene Vortrag "Ausschnitte aus der Literatur der Gegenwart" des Germanisten Joseph Goebbels. In diesem Vortrag widmete er sich besonders Goethe, welchen er damals als den größten deutschen Dichter verehrte.

Die herausgefilterten Zitate dokumentieren nicht nur den Zeitgeist von damals, sondern auch die damalige, schöngeistige  Denkart des Germanisten Goebbels. Sie verraten nicht, dass er schon ein paar Jahre später entarten wird. Durch einen weiteren Sprecher werden die Zitate aus heutigen Sicht kommentiert und unterstützen die These, dass Joseph Goebbels eine Wahl hatte und bewusst die Macht gewählt hat.

Broschüren

Die Abhandlung von 1996

 

Das Format des wissenschaftlichen Gigabuches bietet die Möglichkeit, alle Forschungsmitschriften zu präsentieren. Die Abhandlung mit dem Titel:

Der unveröffentlichte literarische Nachlass von Joseph Goebbels 1912-1928

und dem Untertitel:

Die literarische Entwicklung des jungen Joseph Goebbels als Einflussfaktor auf seine Gesamtpersönlichkeit

war für die Verteidigung der Dissertation gedacht, die nie stattfand. Sie sollte einen kurzen Einblick in die Vielfältigkeit des Themas bieten und die Hauptthese vorstellen.

Der Artikel von 1997

 

Anlass für den Artikel

Wie das tapfere Schneiderlein Propagandaminister wurde...

war der 100. Geburtstag von Joseph Goebbels am 29.10.1997. Für ihn interessierte sich eine Zeitschrift, da sie eine Reportage über die aktuelle Goebbelsforschung plante. Leider wurde mein bis dahin erfolgreiches Dissertationsverfahren blockiert und der Artikel konnte nicht fristgerecht veröffentlicht werden.

Inhaltskatalog: Doktorantenarbeit

Der Aufsatz von 1998

 

Während meiner Doktorandenzeit wurde ich aufgefordert, an einem Wettbewerb teilzunehmen mit dem Titel

Das Klonen: Fortschritt oder Schrecken.

Anhand dieses damals aktuellen und brisanten Themas sollten Doktoranden diskutieren, wie weit Wissenschaft gehen darf.