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Bernadette Maria Kaufmann

Michael. Manuskript Band 16

Handschrift

Petra Mettke/Gigabuch Michael 16/Originalordner/1996

 

 

 

MICHAEL.

 

Ein Traum-Schicksal

in

Tagebuchblättern

Die Unions-Legende 4

Band XVI

 

Seite 651-1400

 

 

(2. Teil des Zyklus')

Gigabuch Michael Band 16

 

16

 

Geschrieben:

vom 18. September 1996 bis 19. Oktober 1996

Kapitelanzahl:

35 Notate

Seitenanzahl:

750 Seiten DIN A5 Ringbucheinlage

Dauer:

32 Tage

Inhaltszeit:

Anno 2106

Buchteil:

16. Band

8. Zyklus

3. Legende

Unions-Legende 4

Zyklus:

Der Finale

 

Blick ins Manuskript

Leseprobe aus Notat 666

Die Unions-Legende 4

 Anno 2106

 Die Nacht zum 18. September 1996

 Einschlafwachtraum ab 22.57 Uhr und 8.50 Uhr

 Meine erste Empfindung ist ein physisches Hin- und hergerissen sein brutaler Art. An meinen beiden Armen zieht mich wer, ohne dass das auf eine Absprache derjenigen hinweist. Ich merke langsam, dass man mich nicht aus dem Suspend trommeln will, sondern ich in einer Gefahr stecke. In der Sekunde der Erkenntnis gelingt es mir, den Suspend zu überwinden und die Augen zu öffnen. Ich sehe behaarte Riesen. Sie greifen mich an. Ich zweifle an mir, ob ich tatsächlich wach bin. Wie komme ich unter die Yetis? Die größte Gestalt von allen setzt gerade an mich zu zermalmen. Zeit, diese Wirklichkeit zu prüfen und mich umzuschauen, was überhaupt passiert ist, habe ich nicht und so reagiere ich instinktiv. Schnell drehe ich mich vom Rücken auf den Bauch, da die ziehenden Gorillatypen meine Arme loslassen und dem Oberaffen weichen. Hundertstel Sekunden schweift mein Blick und bestätigt mir, dass ich in einem Affenkäfig sein muss. Jetzt fällt mir ein, dass ich doch ein Androide bin und mich nur wegdenken muss.

Vor dem Spiegel im Schlafzimmer geht das Licht an und ich sehe, dass ich tatsächlich zerfleischt bin. Mein Entsetzen kann gar nicht größer sein, denn es sieht nicht nach einem Traum sondern nach Realität aus. Wie komme ich aber in einen Gorillakäfig? Die Koordinaten habe ich noch. Ich hätte mich ebenfalls sehr gewundert, wenn ich plötzlich wie ein echter Mensch hätte träumen können. Woss reß! Ich denke mich zu ihr. Sie sieht mich nur erschrocken an und versenkt mich. Sie kann alles ja aus meinem Speicher lesen oder befragt Klongk.

Ich erwache und höre noch, wie sich Woss reß von Rings ironische verabschiedet, da sie noch mehr tun müsse. Er lacht sie aus, aber nicht unartig. Ich setze mich auf und Rings setzt sich neben mich.

»Ich war in einem Affenkäfig.« sage ich wunderlich.

»Ihr Suspend hat die Schwerkraftteleportation ausgelöst. und irgendwelche Zufallskoordinaten eingestellt.« -

»Wie das?« bin ich entsetzt.

»Das wissen wir nicht. Der Check hat ergeben, dass der Suspend das Auslösesignal gab. Es gab keinen Hinweis auf eine Kausalität, deshalb ist es natürlich möglich, dass sie während des Suspends unfreiwillig irgendwo landen könnten. Da Klongk leider nur gleichschnell ist wie Sie, kann er es in Zukunft auch nicht verhindern. Aber er wird Ihren Suspend von nun an sofort aufheben, damit Sie sich augenblicklich und ohne Aufenthalt zurück bringen können.« -

»Oh!« fasse ich mich an den Kopf und mich überkommt das Grauen, wodurch ich die Frage stelle: »Sagen Sie, Rings, werde ich noch die letzten zwei Jahre mit Michael schaffen?« -

»Das ist schwer zu sagen, aber bei den vielen Pannen in letzter Zeit ist die Systemmüdigkeit stark angewachsen. Da kommen wirklich Zweifel auf.«

Mir ist bewusst, mich plagen nur noch Ausfälle, Störungen und Unfälle mit meinem künstlichen Betriebssystem und ich bin jetzt 149 Jahre alt, wenn da noch zwei Jahre Durchhalten anstehen. Der Androide ist also total verbraucht und es ist kaum noch abzusehen, ob es ein Abschaltende oder doch einen letzten Defekt geben wird.

»Ich finde es entsetzlich.« -

»Aber wir tun alles, dass Sie erhalten bleiben, keine Bange. Wir schaffen das schon.« -

»Danke, Rings. Ich denke manchmal, das Altern ist ein Klacks dagegen. Die vielen unbekannten Situationen, die durch die Fehlerquote entstehen, machen alles unwürdiger, als bräuchte ich nur auf mein ausgebeultes Herz aufpassen.« -

»Viele Vorteile bringt das auch nicht. Wir können da auch nur reparieren und müssen ins System vertrauen.« -

»Sie habe die Affen gesehen?« -

»Sie haben allen Grund, sich davor zu fürchten.«

Er blickt mich aufmunternd an und ich frage:

»Hat Michael etwas bemerkt?« -

»Vermutlich nicht. Er schläft zurzeit.« -

»Danke. Dann werde ich mich zurück machen.« -

»Tun Sie das. Wir haben wirklich eine Menge Materie dort im Käfig einsammeln müssen, es ist aber alles wieder okay.« begleitet er mich hinaus.

Das Schwarzzimmer war das Ambiente von Woss reß. Rings bevorzugt einen weißen, hellen Raum. Ich denke mich draußen ins Schlafzimmer zurück und lege mich vorsichtig zurück in mein Bett, als Michael schon motzt:

»Na und wo waren Madame die Nacht?« -

»Äh … das erzähle ich dir morgen früh. Wieso bist du überhaupt wach und woher weißt du, dass ich fort war?« -

»Was meinst du, wer hier das Licht wieder ausknipst?« -

»Entschuldigung.« -

»Danke. Sehr nett. Erzähl!« -

»Ach, morgen.« -

Der 8. Zyklus vom Gigabuch Michael

Petra Mettke/Gigabuch Michael 8. Zyklus/Originalordner/1996

Der 8. Zyklus umfasst Band XV und Band XVI und ist inhaltlich datiert vom Jahr 2094 bis 2106 und endet an einem Freitag, dem 17. November 2106.

Geträumt wurde er ab dem 13.08.1996 bis zum 18.10.1996, plus die Zusammenfassung vom 19.10.1996. Seine Veröffentlichung ist noch nicht geplant. Die Dokumentation der Unionslegende setzt sich bis zum Tod des Protagonisten Michael fort und beendet das zyklische Werk.

 

Dieser Zyklus gilt als der Finale.

Die Unions-Legende des Gigabuchs Michael

Petra Mettke/Gigabuch Michael/Unions-Legende/Originalordner/1996

Die dritte Legende heißt Unions-Legende, ihre Strategie ist Abstraktion. Sie erweitert alle Geschehnisse um eine nicht vorstellbare Komponente und simuliert sie zum lebendigen Modell, da der kontinuierliche Wechsel zwischen Ereignis und Banalität in jedem Band das Miterleben des Lesers trotz Zukunftsspirale trainiert. Ihr Credo ist: Allwissend. Sie kartographisiert die Intelligenzen des Universums, aber sie verlässt es definitiv nicht. Ihre Textbausteine sind umfassend geworden und hochprozentual dialogisiert. Sie überwindet die irdische Beschränkung, erhebt die Menschheit zu akzeptierten Universumsteilnehmern, baut genetische Chimären und lässt keine Frage offen mit dem Ziel, der Neudefinition von Wirklichkeit.