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Bernadette Maria Kaufmann

bernadettesbuchwelten

Michael. Manuskript Band 12

Handschrift

Petra Mettke/Gigabuch Michael 12/Originalordner/1995

 

 

 

MICHAEL.

 

Ein Traum-Schicksal

in

Tagebuchblättern

Die Woss-Legende 8

Band XII

 

Seite 593-1400

 

 

(2. Teil des Zyklus')

Gigabuch Michael Band 12

 

12

 

Geschrieben:

vom 13. Oktober 1995 bis 30. November 1995

Kapitelanzahl:

45 Notate

Seitenanzahl:

808 Seiten DIN A5 Ringbucheinlage

Dauer:

40 Tage

Inhaltszeit:

Anno 2068

Buchteil:

12. Band

6. Zyklus

2. Legende

Woss-Legende 8

Zyklus:

Der Konspirative

 

Blick ins Manuskript

Leseprobe aus Notat 509

Die WOSS-Legende 8

 

Anno 2068

 Traum am 13. Oktober 1995

 Nachmittags zwischen 15.30-17.00 Uhr

Ich spüre wach zu sein, ohne dass ich sehen kann. Mit dem zu mir kommen identifiziere ich: Der Raum, keine Zeit, Wartegeschehen. Jetzt, wo ich das denken kann und weitere Überlegungen anstellen könnte, merke ich, dass ich auch hören kann:

»Bitte, Petra, entspannen Sie sich! Unsere Narkotika haben immer schlechte Chancen bei Ihrem heftigen Bewusstsein. Sie sind, wie Sie richtig gescannt haben, im Raum. Sie werden außerhalb der Zeit gelagert, weil Ihre Bücher explosionsartig arbeiten. Wir werden Ihnen etwa 3 Wochen zumuten, die Sie sich mächtig langweilen würden, müssten Sie diese Denkverzögerung bei Bewusstsein ertragen. Natürlich holen wir Sie für 45 Minuten Mittagsruhe zurück, die Sie sich dann langweilen werden. Woss reß hatte starke Bedenken, ob sich die Umsortierung und Anreicherung Ihrer Bücherdateien nicht negativ auf Sie und die Qualität der Programme auswirke. Sie neigen dazu, meinte sie, sich überfordert zu fühlen.« -

»Stimmt.« antworte ich akustisch der freundlichen Stimme, von der ich registriere, dass sie aus einer nicht physischen Anwesenheit resultiert.

»Wenn Sie sich aber so lebhaft verkrampfen am Tun, wachen Sie auf, Ihre Extrasensoren sind von uns nicht beeinflussbar. Sie können uns unterstützen, lassen Sie sich fallen, dann ist Ihr Aufenthalt hier auch schon um.« -

»Sie sind Woss went, nicht wahr?« -

»Ja. Sie scannen mich immer. Früher führte es aber nicht zur Speicherung und Wahrnehmung, alles Dinge, die Sie heute spielend schaffen.« -

»Ich kann mich erinnern an Sie, obwohl ich mich nicht erinnern kann, je im Raum erwacht zu sein.« -

»Das ist richtig. Eigentlich hatten Sie immer physische Probleme, wenn Sie bei mir waren. Heute ist das anders. Ihr Bewusstsein ist ja nicht mehr physische verwachsen, sondern nur in ein Imitat verschraubt. Ich kann Sie nicht über den Körper narkotisieren, ich muss es mit Energiezufuhr oder -drosselung tun, will aber Ihren Büchern nicht ganz das Licht ausknipsen. Sie verstehen mich schon?« fragt sie zurück.

Ihre Redeweise ist bildlich und nicht so sachlich gehalten, denn ihre Art Fachbegriffe verstünde ich bestimmt nicht.

»Ja, klar. Es gefällt mir, dass wir uns unterhalten können. Sonst sind doch alle hier stumm, oder?« -

»Richtig, akustisch betrachtet. Ich erfahre von der Bodenstation alles per Infodatei, was ich über die Patienten wissen muss.« -

»Was halten Sie eigentlich davon, dass Woss trad und Woss reß jetzt sogar mit Biochemie agieren?« -

»Ich weiß nicht, was diese Komponente für die Kommunikation bedeutet. Für mich ändert sich nichts an Woss reß als meine Untergebene. Sie wirkt auf mich in ihrem materialisierten Zustand sowieso exotisch und nun kein Deut anders, wenn sie an ihre Geistwolke tanken kommt. Das Gleiche gilt für Woss trad. Wir sind sehr aufgeschlossen, was Experimente unserer Außencrew angeht.« -

»Außencrew, wie das klingt!« -

»Wie klingt es denn?« -

»So vor Ort. Dabei ist es unser Mittelpunkt. Werden Sie auch mit dem alten Stab zurückkehren?« -

»Nein. Wir werden die Mission bis zu Ende begleiten. Wer materialisiert ist, verliert sehr viel mehr Energie, wodurch er die Missionsdauer nicht überbrücken kann.« -

»Aha! Dann sind es nur wenige Woss, die der ersten Stunde?« -

»Richtig. 27 Mitarbeiter, darunter 7 Führungsmitglieder inklusive der Leitung. Ihre Potentiale sind knapp, aber noch nicht ganz erschöpft. Sie haben die schwerste Phase erarbeitet. Vom ersten Außenpersonal sind nur noch die zwei übrig.« -

»Die haben nun einen Vertag.« -

»Ja, ja. Seltsame Dinge passieren immer. Sie sollten sich endlich entspannen, um abzuschalten.« -

»Ich weiß.« -

»Sie haben nur noch tausend Fragen, nicht wahr?« -

»Ja.« lache ich auf: »Sie finden den Vertrag seltsam?« -

»Klar! Er regelt nach Ihren Maßstäben und ist der Union eine nicht enträtselbare Hieroglyphe. Aber ansonsten gelungen.« -

»Michael hat ihn ausgehandelt.« -

»Ich weiß. Wir haben ihn unterstützt.« -

»Ich liebe ihn.« -

»Den Vertrag?« -

»Nein. Michael. Er ist das einzige, was mich auf Erden interessiert. Ich liebe Michael, es ist einfach so.« -

»Sprich weiter, Einhörnchen!« flüstert Michael.

Ich wache auf und liege neben Michael im Bett.

»Ich liebe dich.« hauche ich und sehe ihn tief in die Augen.

»Ich dich auch, Antennenprinzessin. Du hast aber laut geträumt. Und dann tust du immer so, als könntest du nie schlafen.« -

»Ich habe weder geträumt noch geschlafen, Kuschelboy.« -

»Ach, was sonst?« -

»Ich war im Raum und bin dort wegen der Bücher gewesen, die wild ihr Unwesen treiben. Da bin ich das erste Mal voll aufgewacht da oben und habe mit Woss went geschwätzt.« -

»Mit wem?« -

»Na mit Woss went, der Missionsleitungscrewmedizinerin. Du warst doch selber oft oben bei ihr.« -

»Daran kann ich mich nicht erinnern, weil ich nie bei mir war.« -

»Aber ich. Sie ist nett.« -

»Und der hast du erzählt, dass du mich liebst?« -

»Klar!« -

»Und warum das?« -

»Weil sie den Vertrag seltsam findet.« und er guckt nur: »Ja. Sie versteht es schon nicht und hält es für ein unlösbares Rätsel für die Union.« -

»Nun ja, dessen bin ich mir bewusst, aber wer herumrätselt, ist beschäftigt.« -

»Du bist ein Ganove!« küsse ich ihn.

»Und du, alte Lady, ein Horchrohr ins All.« -

»Ich liebe dich!« -

»Und ich liebe dich viel mehr!« -

»Nein, ich!« -

»Nein, ich!« sagt er und kitzelt mich rund.

»Hilfe!« rufe ich notgedrungen, denn wenn er mich kitzelt, habe ich die Gefühlserinnerungen ebenso an meine Atemnot, obwohl ich keinen Sauerstoff mehr atmen muss.

Es lässt von mir ab und ich kuschle mich ganz fest an ihn. Sein Herzschlag wird schneller, wenn ich ihm auf die Pelle rücke. Das gefällt mir:

»Was machen wir heute?« -

»Komische Frage, du schlimmes Mädchen, was soll ich da denken?« -

Der 6. Zyklus vom Gigabuch Michael

Petra Mettke/Gigabuch Michael 6. Zyklus/Originalordner/1995

Der 6. Zyklus umfasst Band XI und Band XII und ist inhaltlich vom Jahr 2065 bis in das Jahr 2068 datiert. Geträumt wurde er vom 04.09.1995 bis zum 18.11.1995 und hat noch zwei Nachträge (20.11. + 30.11.). Seine Veröffentlichung ist noch nicht geplant. Hier endet die Woss-Legende und geht in die nächst höherer Form über.

 

Dieser Zyklus gilt als der Konspirative.

Die Woss-Legende des Gigabuchs Michael

Petra Mettke/Gigabuch Michael/Woss-Legende/Originalordner

Die zweite Legende heißt Woss-Legende und spezialisiert sich auf Vernetzung. Sie lässt alle ihre Ereignisse in der Michael-Legende wurzeln und legt sie samt ihrer Vergangenheit aus, bildet mehrere Simulationen und überführt den Konsens in eine Thesenbildung. Ihr Credo ist: verstehe alles und überlege selbst. Sie intensiviert die Textbausteine tendenziell, zieht die Erzählmenge an einem Stück durch und eröffnet durch einen Reflexionsteil neue Denkansätze unter Beibehaltung einer irdischen Perspektive und genetischer Ursprünglichkeit der Erde.