Neues Bilderbuch
Die ™Gigabuch-Bibliothek in Bildern
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Unser Liebblingsblog

 

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Bernadette Maria Kaufmann

Märchenbuch 1

e-Short

21.

Frühwerk

Mehrteiler aus der

™Gigabuch-Bibliothek


Die Märchenwelt ist der einzige Ort auf Erden, wo Irdisches und Überirdischen in friedlicher Koexistenz gedacht werden darf. Die Beliebtheit des Märchengenres in allen Völkern der Welt beweist, es entspringt einem tieferen Bedürfnis in uns, die Welt nicht auf unsere fähigkeitsfreie Unvollständigkeit zu reduzieren, sondern der Möglichkeit Raum zu gönnen, dass die überirdischen Konditionen der Menschheit nutzen könnten.

Petra Mettke/Geschichten aus der Märchenwelt/™Gigabuch Bibliothek 1984/e-Short ISBN 9783734712371

 

Petra Mettke

 

Geschichten aus der Märchenwelt

 

 Mit Illustrationen von Gabriele Vachenauer

 1. Märchenbuch aus der ™Gigabuch Bibliothek

 Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2014

 ISBN 978-3-734712-37-1

 e-Short

Leseprobe aus dem Märchenbuch 1

Petra Mettke/Geschichten aus der Märchenwelt/™Gigabuch Bibliothek 1984/e-Short ISBN 9783734712371/Des Teufels Werk

Des Teufels Werk

 

Der Teufel jagte schon eine Weile vergebens nach neuen Seelen umher, ohne auch nur einen einzigen Menschen übertölpelt zu haben oder wenigstens eine Chance dazu zu erblicken. Des Teufels Großmutter ließ an dem erfolglosen Jäger kein gutes Haar. Immerfort nörgelte sie an seinen Fähigkeiten herum. Schließlich wagte sich der Teufel nicht mehr ohne eine erbeutete Seele zurück in die Hölle.

Einmal gewahrte er selbst den Herrn, der zu einem Sterbenden eilte. Flugs folgte der Teufel ihm ungesehen, um ihn zu belauschen. Der Sterbende lag umringt von seiner Familie, die aus der Heiligen Schrift las.

Der Herr rief den Herniederliegenden beim Namen und erlöste ihn vom irdischen Leben. Vergeben waren alle Sünden des Toten, der Weg in den Himmel frei. Der Teufel ärgerte sich, zu spät gekommen zu sein. Bevor ihn der Herr aber bemerken konnte, machte er sich eilends aus dem Staub. Es war längst kein Zufall, dass der Teufel den Herrn belauschte. Der harte Winter rief viele Menschen in das Reich Gottes und immer ging der Teufel leer aus. Überall lasen die frommen Angehörigen in der Bibel und schützten sich so vor der Hölle. Das brachte den Teufel schließlich auf eine listige Idee. Er beschloss, diese Bücher irgendwie zu vernichten. So geschah es, dass der Herr auf einen Hauseingang zuging, in dem gerade der Teufel lehnte. Blitzschnell suchte er im Haus das Sterbezimmer und fand es, bevor der Herr eintreten konnte.

Mit heftigem Gepolter störte er die Betenden, die vor Schreck das Gebetsbuch fallen ließen. Diese gottlose Sekunde nutzte der Teufel und holte sich die Seele.

"Was suchst du hier, Elender?" schrie der eintretende Herr den Teufel an, "du bist nicht gerufen, fahr zur Hölle!"