Neues Bilderbuch
Die ™Gigabuch-Bibliothek in Bildern
224 Seiten
Kostenloser Download
Bilderbuch2.pdf
Adobe Acrobat Dokument 8.0 MB

Unser Liebblingsblog

 

Bloggerin

Bernadette Maria Kaufmann

Kurzgeschichtenband

e-Short

41.

Frühwerk

Einzelwerk aus der

™Gigabuch-Bibliothek


Die aufkeimende Schreibfreude von 1985 führte zum Übergang in die Prosa. Kurze Geschichten entstanden mit Genre, Titeln und zeitlichem Signum. Erst durch ihre Sammlung ergab sich die Möglichkeit zu einem Werk:

 

Titel

Genre

Datum

Der Zeitsprung

Erzählung

27.06.1985

Der Tod des Lebens

Erzählung

12.07.1985

Edars Reise

Kurzgeschichte

01.11.1985

Der erquickende Gast

Novelle

17.02.1986

Der Ganter

Fabel

10.03.1988

 

Petra Mettke/Der erqickende Gast/Kurzgeschichten aus der ™Gigabuch Bibliothek von 1986/e-Short  ISBN 9783734712999

 

Petra Mettke

 

Der erquickende Gast

 

Kurzgeschichtenband

aus der ™Gigabuch Bibliothek von 1986

Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2014

ISBN 978-3-734712-99-9

e-Short

Leseprobe

Der Tod des Lebens

 

Es waren Höllenqualen, ein Kampf zwischen zwei Mächten, die in aussichtsloser Begierde umeinander rangen. Im Ringen um den Sieg lag die Kraft des Weiterlebenswollens mit der Lust der Lebensaufgabe in böser Konfrontation. Aber nur so viel wie die eine Seite von der anderen gewann, verlor sie gleichzeitig an die andere. Hart und ewiglich hätte das Leben mit dem Körper kämpfen müssen, wäre nicht lautlos und unsichtbar der Tod zur Tür hereingetreten. Leicht schwebte er neben die Sterbende auf das Bett und umschlang mit aller Zärtlichkeit eines Liebhabers das müde, gemarterte Leben. Die Berührung mit der Süße des Sanften, mit dem Erlösenden ließ das Leben den Kampf beenden. In voller Hingabe an den Tod kostete das Leben die trunkene Lust seiner Liebe. Widerstandslos und widerspruchslos hielt der Tod das Leben in beiden Armen, welches sich dabei mühelos vom Körper trennte.

Der Tod nahm das Leben bei der Hand und stand mit ihm zusammen vom Totenlager auf. Stark legte er dem erlösten und gelösten Leben den Arm um die Schulter. Sie wendeten sich. Gemeinsam warfen sie einen letzten Blick auf die verlassene Hülle, die dalag, als wäre nichts geschehen. Der Tod kannte verschiedene Ausbrüche der Leben, wenn sie befreit von ihrer Hülle, sich plötzlich außerhalb derselben wiederfanden. Sein Leben, so fest er es hielt, machte keine Anstalten irgendeiner Reaktion.

"Siehe Leben, alle Grenzen deiner verstorbenen Hülle liegen vor dir. Du kannst jetzt jede Ausdehnung erreichen, die dir bislang mit diesem Körper vorenthalten blieb." sprach der Tod.

Das Leben sprang nun doch mit einem Mal in die Höhe und prallte an die Decke des Raumes.

"Vorsicht kleines Leben, du bist erlöst!" lächelte der Tod amüsiert.

"Ich kann wirklich alles!" hauchte fasziniert das Leben.