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Bernadette Maria Kaufmann

Gigabuch Winkelsstein Band 5

Druckskript

Petra Mettke/Gigabuch Winkelsstein 05/Am Rande der Unerklärlichkeit/Druckskriptcollage 2011

 

Petra Mettke

 

Am Rand zur Unerklärlichkeit

 

™Gigabuch Winkelsstein 5

Erzählung

2011

31 Seiten (bislang digitalisiert)

Die Winkelsstein Saga 5

 

Das Winkelsstein Lied 5. Strophe

 

Band 5

Am Rande der Unerklärlichkeit

 

 

Nur ein paar Tage blieben der Autorin, um sich zu sammeln und den immer umfangreicher werdenden Stoff zu ordnen, ehe sie am 30.04.2011 den 5. Band beginnen konnte. Sie beendete ihn am 31.10.2011. Die Entstehungszeit von sechs Monaten zögerte sich wegen ihres Umzugs heraus. Er umfasst 17 Kapitel und besitzt 756 Seiten. Der Erzählung beschreibt, wie es Außenstehende in den Bann der Winkelssteiner Gemeinschaft zieht.

 

Band 5

Kapitel 066

Alles wiederholt sich

 

Kapitel 067

Daheim sein ist relativ

 

Kapitel 068

Der lange Arm des Fürsten

 

Kapitel 069

Wenn es anders als anders kommt

 

Kapitel 070

Der Lesestoff verleitet sie

 

Kapitel 071

Der Herbst war nicht zu retten

 

Kapitel 072

Die Schwester des Geheimnis’ ist die Lüge

 

Kapitel 073

Zwischen den Gefühlen

 

Kapitel 074

Alles ist endlich

 

Kapitel 075

Willkommen im Leben

 

Kapitel 076

Richtungsweisende Aura

 

Kapitel 077

Unheimlich verflixt und verflucht

 

Kapitel 078

Das ist Winkelssteiner Art

 

Kapitel 079

Das Heer der Geheimnisse

 

Kapitel 080

Der Verstand stellt sich um

 

Kapitel 081

Alles hinter sich lassen

 

Kapitel 082

Angekommen

 

Druckskript von 2012

Leseprobe aus dem Gigabuch Winkelsstein Band 5

 

 

Das Winkelsstein Lied

 

 

Winkelsstein, mein Winkelsstein,

deine Adler sollen fliegen,

durch die gesamte Ewigkeit

darf sie niemand kriegen.

 

 

5. Strophe:

Es geht nicht mehr allein um euch, ihr Adlerleute, …

Leseprobe aus dem ™Gigabuch Winkelsstein Band 5 in PDF

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Am Rande der Unerklärlichkeit
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Kapitel 068

 

Der lange Arm des Fürsten

 

Roberts Handy klingelte:

„Hallo Robby, wann kommst du?“ fragte seine Tante.

„Hallo Tante Dörthe! Ich habe morgen noch Spätschicht in der Tierklinik bis 22 Uhr und kann frühestens Donnertag kommen.“ -

„Hm. Ja. Es ist nämlich so, das Buch deines Vaters ist fertig und nun plant der Verlag eine Megasause hier.“ -

„Aha! Wann?“ -

„Nächsten Samstag, das ist der 25. von 16 Uhr mit Fernsehaufzeichnung und open end. Ich bin dann weg, ich kümmere mich auf keinen Fall um was.“ grollte sie.

Robert schoss eine Blitzidee durch’s Gemüt:

Hast du Lust mich hier zu besuchen? Da fährst du am besten mit der Bahn nach Halufort, ich besorge dir ein Zimmer und wir machen hier ein paar Tage Urlaub. Es ist viel zu schön hier, du verpasst sonst was.“

Robert musste Tante Dörthe noch ein wenig ins Gewissen reden, dann war es abgemacht. Er freute sich riesig. Sie würden sich alle Sehenswürdigkeiten vornehmen und davon gab es genug. Nur sollte er noch Tim befragen, der wüsste alles.

Auf dem Weg zur Tierklinik sah Robert aus seinem Wagen heraus Simone an der Straßenbahnhaltestelle in Richtung Bahnhof mit Rucksack und Köfferchen stehen. Sie blickte zu spät auf, seinen Handgruß sah sie nicht mehr. Er fuhr in die Mensa und wartete auf Tim, doch der kam mal wieder nicht. Da setzte er sich in seinen Wagen und rief ihn an:

„Hallo Tim! Wo steckst du?“ -

„Hallo Robert. Ich bin daheim bei meinen Eltern. Mein Vater hatte gestern einen Schlaganfall.“ -

„Oh je. Kann ich irgendwie helfen?“ -

„Nein, danke, Robert. Ich wünsche dir schöne Ferien und Gott so will, sehen wir uns nächstes Semester wieder.“ -

„Was soll das heißen? Musst du abbrechen?“ -

„Kann passieren, Robert. Es wäre die ungünstigste Variante.“ -

„Ich drücke dir die Daumen und gute Besserung an deinen Vater. Ruf mich an, wenn du was brauchst! Hörst du!“ -

„Danke.“

Robert fuhr nun zur Spätschicht weiter in die Notfallambulanz für Tiere. Hier war der Teufel los und darüber vergaß er alles andere.

Simone verschwand gleich nach dem Essen in der Mensa, wo sie sich von Andrea und Vera verabschiedet hatte, wartete an der Straßenbahnhaltestelle und fuhr dann zum Bahnhof. Sie hatte Robert zwar gesehen, aber nicht erkannt im Vorüberfahren. Auf dem Bahnsteig wartete sie auf den Zug über Bad Winkelssteinau. Diese Strecke stammte noch aus der Zeit des Fürstentums Winkelsstein und die Fürsten verhinderten, dass sie weggespart wurde. Für die Durchreisenden bedeutete sie einen erheblichen Umweg, wenn die kleine Stadt mitten im Winkelswald angefahren wurde, die kürzere Route umfuhr den Wald. Doch ohne diese Bahnlinie wäre der Landkreis Winkelsstein so ziemlich ganz von der Außenwelt abgeschnitten. Die einzigste Kreisstrasse führte durch das Waldgebiet, aber sie hatte enge Kurven, Serpentinen und jede Menge Gefälle. Manchmal kamen auch umgestürzte Bäume hinzu. Wer konnte, mied sie. Die Gemeinden im Wald hatten so ihren Charme vom Hinterwäldlerischen bewahrt, was dem Kalkül des Fürsten entsprach. Simone musste also von Halufort nach Bad Winkelssteinau nicht umsteigen. Dort angekommen ging es allerdings nur mit dem Linienbus weiter nach Winkelssteinheim, wodurch sie nie viel Gepäck bei sich hatte. Die Buslinie verband alle Winkelssteiner Gemeinden, auch die Waldsiedlung. Sie hieß Winkelsfeld, lag abgeschnitten inmitten des Hochwaldes und bestand aus 20 Häusern. Wohnhaft waren da ausschließlich Waldarbeiter und Förster. Für sie sollten die Wege überallhin gleich sein. In der Siedlung befanden sich deshalb der große Stall mit den Holzrückpferden und der Maschinenfuhrpark. Im Ort gab es nur eine kleine Schenke, sie war Post und Bestellcenter in einem. Die Kinder mussten tagtäglich eine zweistündige Busfahrt in die Schule nach Winkelssteinau hinnehmen. War die Strasse unpassierbar, wurden die Kinder in der Schule per Videokonferenz unterrichtet. Versorgt wurden die Familien über den Außendienst des größten Bad Winkelssteinauer Kaufhauses, die zu ihren Anlässen auch die Bewohner abholten und zurück brachten. Selbst ein Hubschrauberlandeplatz war auch vorhanden. Was jedoch kein Außenstehender wusste und wissen sollte, es existierte ein Tunnelsystem, das Bad Winkelssteinau und die Waldsiedlung verband und wo man mit einem Segway nur 20 Minuten benötigte. Über diese Trasse hielten die Bewohner Kontakt zur Außenwelt, allerdings nur heimlich und privat. Beruflich und offiziell mussten sie sich über die Straße quälen. Die unterirdische Segwayflotte hatte der Fürst spendiert, der den Waldsiedlern das Leben so angenehm wie möglich machen wollte. Auch einen eigenen Funkmast hatten sie, der Strom kam via Tunnelnetz aus Bad Winkelssteinau und Wasser bezog jeder aus seinen eigenen Brunnen.