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Bernadette Maria Kaufmann

Gigabuch Winkelsstein Band 11

Druckskript

Petra Mettke/Gigabuch Winkelsstein 11/Der Stachel der Privilegien/Druckskriptcollage 2013

  

 

Petra Mettke

 

Der Stachel der Privilegien

 

™Gigabuch Winkelsstein 11

Roman

2013

908 Seiten

43 Seiten (bislang digitalisiert)

Winkelsstein Saga 11

Poeta – Werk des Teufels

 

3. Poeta mammon – Fluch des  Geldes

 

 

 

Band 11

Der Stachel der Privilegien 

 

Band 11

Kapitel 142

Das süße Gift der Liebe

 

Kapitel 143

Die Vergangenheit wird lebendig

 

Kapitel 144

Unter der Decke des Schweigens

 

Kapitel 145

Der blockierte Wille

 

Kapitel 146

Der Geist des Geldes

 

Kapitel 147

Die Fluchkodierung

 

Kapitel 148

Der Bann des Privilegierten

 

Kapitel 149

Ein Hauch von Politik

 

Kapitel 150

Die Grenzen der guten Gaben

 

Kapitel 151

Der Grundsatzvertrag

 

Kapitel 152

Die Handschrift eines feinstofflichen Krimis

 

Kapitel 153

Der Poetaschock

 

Druckskriptordner

Leseprobe aus dem ™Gigabuch Winkelsstein Band 11 in PDF

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Der Stachel der Privilegien
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Leseprobe aus dem Gigabuch Winkelsstein Band 11

aus Kapitel 148 - Der Bann des Privilegierten

Nora spürte es selbst, wie sie sich verändert hatte. Den Sommer über wurde es zu ihrer Gewohnheit, auf dem Heimweg über die Burghöfe zu gehen, um nach dem Kombi zu schauen. Dabei traf sie im zweiten Burghof bei miesem Wetter öfters Felix an. Seit die Dämmerung immer früher einsetzte, saß er regelmäßig schon auf seinem Landebaum, um bei Dunkelheit in seine Voliere zu verschwinden. Nora wusste von Prinzessin Simone, Felix war eine Handaufzucht und gehorchte mit seiner Abrichtung nur der Person, sie ihn geprägt hatte. Da es die nicht mehr gab, durfte er halbwild leben. Er hätte also jeder Zeit und Stunde verschwinden können. Da der Winkelswald jedoch kein natürlicher Lebensraum für einen Steinadler war, befanden sich hier auch keine Brutpaare. Aus diesem Grund fütterte man zu, damit er bleiben konnte.

Simone hatte Nora nicht verraten, dass sie mit Felix telepathieren konnte und ihn fragen, was er wollte. Sie berührte das Tier auch nicht ohne seine Erlaubnis, doch als Tierärztin erwartete man es im Notfall von Simone. Simone hatte allen gesagt, die den 2. Hof betraten und in die Nähe des Steinadlers kamen, sie sollten ihn stets grüßen, ansprechen und mit ihm reden. Der Adler wäre in der Lage, sich jede Stimme zu merken und würde sich nicht mehr erschrecken. Aber Nora fühlte sich von Felix geradezu angezogen. Sie sprach sehr intensiv mit dem Vogel und dank der Verwandlungen von Ariel, hatte sie sich an ein so großes und wehrhaftes Tier gewöhnt und die Angst verloren. Felix spähte sie aus wohl wachsamen Adleraugen an, denen jedes Misstrauen oder Scheu fehlte. Das interpretierte sie als Zuneigung, da sie von Ariels Anblick als Adler diese helle Wachheit als Geneigtheit wiedererkannte. Es dauerte nicht lange und Nora begann ihn zu berühren. Das relativ wilde Tier versuchte nie, seinen Schnabel zu öffnen oder auf seinen Krallenfüßen herum zu stapfen und mit den Flügeln zu schlagen, wodurch sie ihn zu kuscheln begann. Das erschreckte das Küchenpersonal und die meldeten es Simone. Simone telepathierte mit Felix und der erklärte, Noras Geruch erinnere ihn an früher. Da erklärte Simone dem besorgten Personal, der Adler schiene bei Nora eine Art Wiedererkennungseffekt aus seiner Prägezeit zu haben und reagiere deshalb bei ihr instinktiv zahm. Es sei selten, aber es komme durchaus vor. Simone knöpfte sich trotzdem Nora vor und fragte sie, ob sie keine Angst vor den Waffen des Greifvogels habe. Sie antwortete, sie fühle sich mit ihm vertraut.

Seither erkannten alle an, dass Nora ein Adlerhändchen hatte. Doch im Grunde ihres Herzen wusste Nora genau, das stimmte nicht. Zuvor war ihr das mit der Küchenkatze Baby passiert. Die hatte Zeit ihres Lebens den 2. Hof noch nie verlassen, aber mit Nora lief sie fort. Sie folgte ihr wie ein Hund und sprang ihr auf die Schultern vor Panik, trafen beide auf Lady Walter. Von der ganz zu schweigen. Die Hündin befand sich fast ständig im Schlepptau von Nora und verfolgte sie auf Schritt und Tritt. Und noch etwas hatte sich ereignet, auch mit Pferden kam Nora sehr schnell klar. Sie gewöhnte sich an die Tiere, die ihr fremd gewesen waren, da sie in ihrer Kindheit zu keinem Tier Kontakt hatte und schon folgten sie ihr. Selbst Friedrich musste sich wundern. Während er so seine Problemkinder hatte, bei Nora spielten alle das fromme Lamm.

Nora glaubte, bei Tieren das Urvertrauen zu wecken. Etwas, was sie nie gekannt hatte und ihr Leben unheimlich bereicherte. Diese bedingungslose Hingabe der Tiere, ihre sprichwörtliche Treue, ihre vorbehaltlose Aufmerksamkeit beflügelten ihr Leben, es um eine Sichtweise mehr zu lieben. Für die Tiere war sie weder Personal noch Herrschaft, weder Möchtegernprinzessin noch Millionenerbin, weder Protzcousine noch Geldnichte, sondern nur Nora. Sie war sie.

Doch Noras Angelegenheiten hatten nichts mit den Tieren zu tun, sie fühlte sich nur bei den Tieren viel wohler als in der Familie. Das war für sie eine neue Einteilung, wo doch stets die Familie im Mittelpunkt ihres Herzens stand. Vielleicht resultierte es aus der Vielzahl der Veränderungen und war nur eine Unachtsamkeit, vielleicht stellte aber nur Noras Aufgeschlossenheit gegenüber der Arglosigkeit von Tieren ihr ein Bein, denn ihr passierte eine Art Fehler, weniger ein Irrtum als eine unbeabsichtigte Folge, ja eine Wende im Alltagsleben in Winkelsstein. Eine falsche Reaktion und sie veränderte alles.