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Bernadette Maria Kaufmann

Gigabuch Michael Band 9

eBook

32.

Hauptwerk

Aus der Reihe

Gigabuch Michael

Band 9


Das Gigabuch Michael geht davon aus, dass sich die Realität aus einem materiellen und zwei immateriellen Bestandteilen zusammensetzt. Das wurde für die Autorinnen Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder während des Schreibens zu einer Expedition in die Lehre der Immaterialisation. Sie ist äußerst detailreich und begründet dargestellt. Die Erklärungen besitzen einen verblüffenden Effekt. Beurteilt man die Wirklichkeit nicht mehr nur aus materieller Sicht, sondern inklusive der immateriellen Kenntnisse, eröffnet sich jedem der Röntgenblick durch die Kompliziertheit der Welt und ihr Gefüge wird erstaunlich logisch.

 

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder

 

Michael.

Ein Traum-Schicksal in Tagebuchblättern.

™Gigabuch Michael Band 9

 

Woss-Legende 5

Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2014

ISBN 978-3-735764-14-0

eBook

Leseprobe

Notat 401

Die Nacht zum 15. April 1995

Einschlaftraum

Wir sitzen immer noch am Frühstücktisch auf der Terrasse und während ich meinerseits gütlich zuschlage, scheint Michael das Essen nicht zu schmecken.

»Was ist?« frage ich und weiß doch ziemlich genau, was los ist.

Er blickt leer. Ich stehe auf, setze mich auf seine Armlehne und fange ihn automatisch zu trösten an.

»Du darfst jetzt nicht in ein Loch fallen, sondern du musst dir bewusst machen, dass das eine neue Arbeitsweise ist. Alle arbeiten inzwischen so.«

Er ist nicht zu trösten.

»Ich weiß, ich bin so leer. Alles ist fort.« -

»Dir fehlt nur dein Glückshormonschub. Den hast du nun auf diese Weise nicht mehr. Erst wenn du alles aufgearbeitet hast, spürst du deine Genialität wieder. Entdecke deine Unbewusstheit, entdecke dich bewusst.«

Er ist kein Verstandstypus. Er fühlt sich um seine Arbeit beraubt. Es ist zwecklos. Ich streichle ihn über die Wange.

»Alle deine Kinder arbeiten so. Sie sind äußerst erfolgreich damit. Du musst ja diese Methode nicht übernehmen, ach, komm, sei fair mit deiner Seele, du wirst schon sehen, du warst gut, ich glaube an dich.« -

»Ich habe keine Beziehung zu den Partituren.« -

»Jetzt verstehst du erfahrungstechnisch, wie es mir immer geht. Du hast mir immer dabei geholfen, das Loch mit Wohlwollen zu füllen. Ich weiß nicht, wie und ob du gut warst, aber ich denke, diese Arbeitsweise wäre abgebrochen worden, wenn sie nicht effizient gewesen wäre.«

Es hilft nichts. Nichts kann die Leere ausfüllen, die zwischen dem "Gebären" und dem "Wissen ums Objekt" klafft. Er vertraut nicht abstrakt wie ich.

Woss reß erscheint. Wir erschrecken. Ich setze mich wieder an den Tisch. Sie streicht Michael mit etwas über den Handrücken, während sie sagt:

»Ihre Messdaten sind ernsthaft ungünstig. Sie sollten sich nicht in eine Depression fallen lassen. Ich gebe Ihnen einen Entlastungsstoff, damit Sie sich Ihrem Werke in aller Ruhe widmen können. Ich sage Ihnen, uns hat es sehr gefallen, eine wirklich gelungene Arbeit.«

Auch Ihre Worte genügen nicht, aber das Medikament. Unser Frühstück ist beendet. Woss reß verabschiedet sich freundlich. Weckett hilft uns eine Arbeitsanordnung aufzubauen. Michael muss sich an den Computer setzen, bekommt seine Klangvorstellung über Kopfhörer eingespielt und soll am Gerät die Instrumentierung setzen. Es ist nur ein Halluzinationsimpulsprogramm und noch keine akustisch übertragene Musik. Während er dies nun Zeile für Zeile tut, liegt mein Text neben ihm und ich helfe ihm diesen auf sein Handzeichen einzuscannen. Eigentlich könnte er das allein. Ich vermute, dass der Text vielleicht noch einmal bearbeitet werden muss, um ungünstige Wortfolgen zu musikalischen Gebilden zu machen. Von meinem Anteil bin ich positiv erfreut.