40 Jahre  ™Gigabuch-Bibliothek

Neues Bilderbuch
Die ™Gigabuch-Bibliothek in Bildern
224 Seiten
Kostenloser Download
Bilderbuch2.pdf
Adobe Acrobat Dokument 8.0 MB

Unser Liebblingsblog

 

Bloggerin

Bernadette Maria Kaufmann

Gigabuch Michael Band 5

eBook

28.

Hauptwerk

Aus der Reihe

Gigabuch Michael

Band 5


Das Gigabuch Michael beruht auf einem Phänomen. Während Petra Mettke diesen Traum dokumentierte, recherchierte die Autorin Karin Mettke-Schröder, um eine Erklärung zu finden. Auch nach jahrelanger Suche fand sich nichts Vergleichbares. Den Erkenntnissen der Hirnforschung zufolge besteht die seltene Wahrscheinlichkeit, dass sich im Traumzustand bei Petra Mettke das Areal des Stirnhirns aktivierte, welches als Sitz unseres Bewusstseins gilt und für die außergewöhnliche Traumart verantwortlich sein könnte. Noch nie zuvor wurde ein stabiles Traumbewusstsein belegt. Der Charakter dieses Phänomens ist pure Kreativität.

 

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder

 

Michael.

Ein Traum-Schicksal in Tagebuchblättern.

™Gigabuch Michael Band 5

 

Woss-Legende 1

Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2014

ISBN 978-3-735764-10-2

eBook

Leseprobe

Notat 271

Die Nacht zum 23. Juli 1994

vormitternachts + morgens

Als ich mir bewusst werde, was Michael geleistet hat, mit dem Einsatz seiner Persönlichkeit tausende verängstige Menschen zur Besonnenheit aufgerufen und gebracht hat, mitten in einer unheimlichen Gefahr, bin ich mir plötzlich nicht mehr sicher, ob ich für so einen Helden noch etwas tun kann. Er kommt mir so heldisch entrückt vor, übermenschenmäßig und ich mir so klein und mies. Das Bewusstsein ist ein merkwürdiges Gerät. Mir wird deutlich, welche enormen Mengen pure Angst in Michaels Körper stecken, der untröstlich neben mir auf dem Bauch liegt und ich kann diese Wundertat in ihrer angstbemessenen Gewichtigkeit erfühlen. Mir wird dabei nicht bewusst, dass dies ein erneuter empathischer Vorfall ist, unter deren Einwirkung ich neuerdings zunehmend leide.

»Du hast unglaubliches vollbracht, Michael, ich kann es spüren.«

Er dreht sich um.

»Ich habe keine Angst mehr, Woss reß hat meinen Hirnstoffwechsel sofort reguliert.« -

»Nein, Michael, dein gesamter Körper ist noch randvoll mit Angst. Verkrampft bist du. Am deutlichsten hat das Coba gecheckt, sie spürt so etwas auch auf. Ich denke, unsere Racker sind deshalb so unnatürlich brav geblieben, weil du ihnen unheimlich vorgekommen bist.« -

»Meinst du wirklich?«

Jetzt kriege ich die Tränen in die Augen, so gruselig ist mir der Mann, der zehntausend Menschen geduldig auf einer Tonne Sprengstoff sitzend ausharren machen kann. Unvermittelt tröstet er mich, er schnallt mein kellerartiges Unterlegenheitssyndrom prompt.

»Aber, Einhörnchen! Was denkst du denn von mir! Dass ich zu King Kong mutiert bin oder aufgehört habe, ein Mensch zu sein?«

Er muss mir tatsächlich gut zureden, bis das empathische Wissen seine erschütternde Allmacht verliert und ich wieder so besonnen bin, mich in den Griff zu kriegen. Der arme Kerl hat mit mir nur Probleme, auch dann, wenn er vollstes Verständnis gebraucht hätte. Jetzt werde ich schlagartig konstruktiv.

»Du hast Recht. Nicht was du bewirkt hast, ist primär wichtig, sondern wie es dir dabei ergeht. Und Woss reß hat offensichtlich die Substanzen im Körper vergessen zu neutralisieren. Das müssen wir ihr unbedingt sagen.« -

»Ja, ich fühle mich schrecklich.« -

»Darf ich dir helfen?« -

»Jaaaaa.« haucht er.

»Komm! Ich mache dir ein Entspannungskräuterbad.«