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Bernadette Maria Kaufmann

Gigabuch Michael Band 2

eBook

25.

Hauptwerk

Aus der Reihe

Gigabuch Michael

Band 2


Das Gigabuch Michael ist das 10.500 seitige Hauptwerk der beiden Schwestern Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder. Mit dem monumentalen Werk standen sie vor einer gewaltigen Herausforderung. Es war nicht nur für jegliche Gattung zu groß, auch seine Komplexität benötigte eine numerische Architektur zur Bewältigung. Seine Dimension sprengte die Speicherkapazität des Papiers, der Inhalt musste auf 16 Bände verteilt werden. Mit dem Gigabuch wurde auch der Aufbruch der Literatur in eine elektronische Existenzform vonnöten, um dem Werk Vollständigkeit zu schenken.

 

 Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder

 

Michael.

 Ein Traum-Schicksal in Tagebuchblättern.

 ™Gigabuch Michael Band 2

 

Michael-Legende 2

Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2014

ISBN 978-3-735764-07-2

eBook

Leseprobe

Notat 063

Die Nacht zum 11. April 1993

Es war ein Traum im Traum. Er besitzt seine eigene Qualität. Denn er ist nicht von jener Klarheit des Bewusstseins, er ist nur ein geringer Ausschnitt des Bewusstseins. Ein hoher Anteil Emotionen. Aber die sind ja überall zuerst am Platze.

Und sie sind eine Informationsübertragungsschiene. Das Winzigbewusstsein ist deutlich kleiner als der Autopilot der Realität, man merkt geradeso noch, was man sieht oder man hört etwas, aber alles registriert dieser Bewusstseinssplitter einzeln, je nur eine Wahrnehmung. So ist ein Traum im Traum.

Michael hält mich umfangen. Seine Hände liegen in meinen. Da weiß ich plötzlich:

»Michael, Michael, du kannst den ganzen Globus retten, aber dein nacktes Leben nicht.« -

»Ich weiß.« sagt er nüchtern.

Er wusste es? Mein Gott! Hilfe! Er streichelt mich und sagt:

»Wenn du nicht da sein wirst, kann mir niemand helfen.«

Es macht mich unendlich traurig. ... Und trotzdem ist da eine Sanftheit, die von ihm ausgeht, die unbeschreiblich scheint. ... Sanft ist nicht gleich zärtlich, weil zärtlich schon wieder fordernd oder auffordernd ist. Sanft ist jenseits, jenseits jeglicher Absicht, bar aller Erwartungen, ledig aller Erfahrungen, einfach sanft. Doch dann rappelt es in mir.

»Michael, man ruft mich.«

Er gibt mich frei. Ich wandle zurück in mein Zimmer und sehe die Schwester in mein leeres Bett starren. Sie ruft mich so überzeugend, als sei ich da. Nun, ja. Ich lege dieses Mal meinen Morgenmantel beiseite und krieche von der anderen Seite unter meine Bettdecke, unmittelbar unter ihren Augen.

Meine Augen schlage ich flott auf, schaue sie erstaunt an, denn das ist keine Schwester. Es ist die stille Assistenzärztin von der großen Visite.

»Sie haben noch fest geschlafen. Habe ich Sie aus ihren Träumen gerissen? Das tut mir leid. Guten Morgen!« sagt sie freundlich.

»Guten Morgen.« antworte ich hellwach.

»Ich werde Sie jetzt vom EKG befreien.« sagt sie, als wäre sie selbst gefesselt.

Danach kann ich mich richtig selber waschen. Arme und Beine verheddern sich nicht mehr, ich bin lose. Baden oder, was vielleicht noch angenehmer wäre, meine verlotterten Haare waschen, darf ich natürlich noch nicht. Ach!