40 Jahre  ™Gigabuch-Bibliothek

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Bloggerin

Bernadette Maria Kaufmann

Gigabuch Michael Band 1

eBook

24.

Hauptwerk

Aus der Reihe

Gigabuch Michael

Band 1

 


Das Gigabuch Michael wurde von der Autorin Petra Mettke geträumt. Der Anlass war das Interview Michael Jacksons vom 10.02.1993. Als eine der magischen Personen auf unserer Erde besitzt seine künstlerische Ausstrahlung die Fähigkeit, Funken der Inspiration zu versprühen. Seinem kreativen Feuerwerk konnte sich auch die Autorin Karin Mettke-Schröder nicht entziehen. Gemeinsam dokumentierten die Schwestern das Traumphänomen. Es erlosch am 18.10.1996. Doch da füllte es bereits pro Jahr 4 dicke Bücher. Angesichts des entstandenen Werkes muss man den Hut vor der Magie Michael Jackson ziehen.

 

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder

 

Michael.

Ein Traum-Schicksal in Tagebuchblättern.

™Gigabuch Michael Band 1

 

Michael-Legende 1

Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2014

ISBN 9783735764-04-1

eBook

Leseprobe

Notat 017

Die Nacht zum 27. Februar 1993

Er hatte es das erste Mal ausgesprochen und obwohl es eine relativ unbedeutende Situation war, empfand er damals eine so immense Scham, auch jetzt noch. Sie hatte ihn beschämt in einer total normalen Situation und sie hatte ihn für die Beschämung verantwortlich gemacht. Das war es.

Ich legte meinen Arm um seine Schulter. So recht wusste ich nicht, wie ich ihn trösten sollte, deshalb überließ ich es ganz meinem Instinkt. Er war so verdammt hübsch, wenn er traurig war. All diese Leere in seinem suchenden Blick schuf ja erst den Raum, den ein anderer an seiner Seite überhaupt besetzen konnte. Und dennoch fühlte ich, aller wirklicher Hilflosigkeit zum Trotz, er hatte sich selbst zu trösten gelernt, was eigentlich bedeutet, dass er mich im Grunde nicht brauchen konnte. Trotzdem ließ er es zu und ich zog ihn mit meinem Analysegeist aus der haltlosen Depression.

»Es spricht für dich, dass du wehrlos warst. Du hattest allerdings noch nicht die Qualität, auch die andere Wange hinzuhalten.« -

»Sie fand sich toll, einfach abscheulich.« schluchzte er unterdrückt.

»Ihre Reaktion ist völlig normal und uninteressant, Michael, eben eine prototypische Täterhaltung. Erst das Triumphieren über den Besiegten, die bewusst erzeugte Unterlegenheit, ist ein genetischer Gig des Verhaltens. Kannst du bei jeder Tierart feststellen. Analog dazu versucht aber auch jeder Mensch, bei einer Konfrontation Sieger zu werden. Da ist nichts Besonderes dabei.

Es gibt allerdings verschiedene Qualitäten der Opferhaltung, je wehrhafter ein Mensch reagiert, umso weniger wird er Opfer sein. Deine Reaktion spricht von deiner völligen Unschuld, dein Unvermögen darauf zu reagieren, ist der Beweis. Hör auf, dich dafür zu verurteilen, du warst großartig. Schau, geschockt wie du warst, und das ist ein unberechenbarer Ausnahmezustand, hättest du irgendetwas tun können, was dir lebenslang leid getan hätte, was du nie wieder rückgängig hättest machen können, okay, ein Trauma ist dir geblieben, aber du hast nicht versagt.«