40 Jahre Schreiben

Erschaffen Erinnerungen.

Ein Bild ist wie ein Song.

Bildlyrik erzählt wie Songlyrik Storys.

Das Bild ist ihre Melodie.

Unser Liebblingsblog

 

Bloggerin

Bernadette Maria Kaufmann

bernadettesbuchwelten

40 Jahre

Nr. 4

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder-0295

Druckskript von „Märchenstaub“

 

 

3. Märchenbuch von 2006

 

 

ungebunden

 

 

Das Besondere?

 

Das Besondere an Märchen sind die Personen mit Fähigkeiten. Zauber hin oder her, es ist eine kluge Strategie von sich und der Welt mehr zu erwarten, als die Allgemeinheit begrenzt. Das bekannte Wissen als Grenze zu verstehen, die nicht übertroffen werden kann, macht jeden Erfinder zum Hexer. Die Märchen haben diese Schwachsinnigkeit der Menschheit unterhaltsam und clever postuliert, und dafür liebe ich sie immer noch.

© Petra Mettke

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder-0287

Druckskript von „Michaels Königsmärchen“

 

 

2. Märchenbuch von 2002

 

 

52 Seiten

 

 

 

Ansteckend?

 

Ansteckend in punkto Märchen waren für mich die Michael-Märchen. Ich habe mich zwar immer für Märchen interessiert, doch der Funke sprang nie über und inspiriert mich. Erst die moderne Form regte mich zu eigenen Märchen an. Leider habe ich die Arbeit nie vollenden können und heute keine Anregung mehr, die mich leiten könnte. Doch am eigenen Leibe zu erfahren, wie es ist, wenn man von der Märchenwelt erfüllt ist und in dieser Schablone denken kann, ist für einen guten Lektor fast unverzichtbar. Selber nicht schreiben können, ist nicht ausschlaggebend, selber nie inspiriert gewesen zu sein, wäre der Fehler, der zählt.

© Karin Mettke-Schröder

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder-0284

Druckskript von „Geschichten aus der Märchenwelt“

 

 

1. Märchenbuch (1994) von 2002

 

 

90 Seiten

 

 

 

 

Märchenfolie?

 

Die Märchenfolie ist eine Geschichte mit gutem Ausgang. Es ist nicht das gleiche wie ein Happy End. Das Gute eines Märchens ist nie nur persönliches Glück, sondern eine komplexe Einheit von Gerechtigkeit, Friede und Harmonie. Dieses zog mich stets an, das Wesen dieser Gutartigkeit zu erforschen. Die Vielzahl der Märchen erklären auf allen erdenklichen Wegen, wie nach dem Schlechten das Gute Platz greift. Die Konstruktivität ist ihr Geheimnis. Wie sonst soll der Mensch diese abstrakte Eigenschaft lernen können?

© Petra Mettke

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder-0278

Druckskript von „Michaels Königsmärchen“

 

 

2. Märchenbuch von 1994

 

 

Seite 24-25

 

 

Märcheninterpretationen?

 

Märcheninterpretationen gehörten zum Germanistikstudium und wurden von uns in Seminaren absolviert. Mich sprach die damalige psychologische Ausdeutung stark an. König Blaubart, der Frauenschänder, der böse Wolf im Rotkäppchen, der Kinderschänder usw. folgten Schablonen, die Personen mit ihren eigentlichen Hintergrund bloßlegten. Diese entrückte Welt des Mittelalters stand plötzlich ganz zeitnah in ihrem Problemgewand vor uns. Auch wenn die Interpretationen von heute wieder andere sind, die oberflächliche Geschichte zu einer mehrschichtigen Bedeutung zu vertiefen, bleibt intelligent.

© Karin Mettke-Schröder

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder-0260

Printausgabe 1992

 

 

ISBN 3-923915-40-3

 

 

Seite 48

 

 

 

Drucker?

 

Der Drucker war immer mein bester Freund, egal welchen ich besaß. Ich habe viele Drucker inzwischen verbraucht und alle Vorstellungen mit seiner Hilfe realisiert. Ich liebe es, wenn ich das, was da im Kopf ist, zu einem Objekt zum Anfassen machen kann, wenn ich meine Gedanken berühren kann. Erst dann bin ich wirklich zufrieden.

© Petra Mettke

Petra Mettke und Karin Mettke-Schröder-0257

Printausgabe 1992

 

 

ISBN 3-923915-40-3

 

 

Seite 7

 

 

Schreibprogrammwechsel?

 

Den Schreibprogrammwechsel vollzogen wir während des Studiums an der Uni. Das dortige Betriebssystem stand mit aller Technik zum Üben für alle zur Verfügung. Wir traten mit den Märchen als geeignetem Übungsmaterial an und lernten, wann immer eine Zeitlücke blieb, Bild- und Textverarbeitung, den Umgang mit Scanner, Drucker, Speichermedien und Ordnerpyramiden. Wie sich herausstellte, konnten wir technisch alles bewerkstelligen, was für die Erstellung von Druckvorlagen nötig war. Die Operatoren halfen, wann immer man einen Fehler beging. Jeder Fehler stellte eine unbezahlbare Lektion dar. Das Märchenbuch zu veröffentlichen war wie unser Meisterbrief mit der neuen Computertechnik.

© Karin Mettke-Schröder